Stellenangebote, Anschreiben, Lebenslauf: So hilft KI bei der Jobsuche

30. September 2025

ChatGPT und andere KI-Werkzeuge sind aus dem Alltag schon kaum noch wegzudenken. Auch bei der Jobsuche greifen immer mehr Menschen darauf zurück. Doch es gibt ein paar Dinge zu beachten.

Keine Frage, es ist sehr bequem, ChatGPT, DeepSeek und Co. seinen neuen Job suchen zu lassen. Man gibt ein, was man sucht und die KI liefert nach wenigen Sekunden Ergebnisse. Dann fragt sie, ob sie auch gleich ein Anschreiben formulieren oder den Lebenslauf auf Vordermann bringen soll. In zehn Sekunden zum Traumjob also? Ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Wenn man KI-Chatbots nach Stellen suchen lässt, kann es sein, dass teilweise veraltete Ergebnisse angezeigt werden. Unsere Personalberatung rät eher dazu, klassische Jobbörsen zu nutzen. Um einen Überblick über die besten Jobbörsen für das jeweilige Berufsfeld zu erhalten, eignen sich ChatGPT, DeepSeek oder Copilot jedoch sehr gut. Ist der Wunschjob gefunden, kann Künstliche Intelligenz ebenfalls gute Dienste leisten und viel Arbeit bei der Formulierung des Anschreibens abnehmen.

KI ist fehlbar – ein kritischer Blick ein Muss

Grundsätzlich gilt jedoch, dass man KI-optimierte Anschreiben und Lebensläufe immer noch einmal anpassen sollte. Denn für ein überzeugendes Anschreiben sollte eine persönliche Note nicht fehlen. Außerdem kann auch eine KI Fehler machen. Insbesondere die kostenlosen Versionen haben manchmal einen veralteten Stand. Daten und Fakten sollten daher jedes Mal überprüft werden. Auch bei Rechtschreibung und Grammatik sind KI-Tools nicht immer treffsicher, auch hier sollte man unbedingt mehrmals Korrektur lesen.

So hilft ChatGPT beim Anschreiben

Damit die KI ein Anschreiben erstellt, muss man sie mit den entsprechenden Daten füttern, also mit der Stellenanzeige und den eigenen Qualifikationen. Entscheidend ist es, möglichst konkret zu schreiben, was man möchte. Ein Prompt könnte lauten:

„Erstelle ein individuelles Anschreiben für die Stelle als xy bei dem Unternehmen xy. Anbei die Stellenanzeige (hier kann man die Beschreibung oder einen Link reinkopieren). Ich habe folgende Qualifikationen: (hier die Kenntnisse als Text eingeben oder den Lebenslauf kopieren).“ Dabei sollte man unbedingt darauf achten, nicht den kompletten Lebenslauf mit allen persönlichen Daten hinein zu kopieren, sondern lediglich eine anonymisierte Version.

Je nachdem, ob in der Stellenanzeige ein Ansprechpartner genannt ist, wird er in das Anschreiben übernommen oder allgemein die Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ genutzt. Wir als Personalberater empfehlen, immer den jeweiligen Ansprechpartner direkt zu adressieren. Manchmal erfordert das ein wenig Recherchearbeit – doch die zahlt sich aus, weil es das Anschreiben persönlicher macht. Heutzutage wird nicht mehr überall Wert auf das Anschreiben gelegt, manche Firmen verzichten sogar ganz darauf. Doch bei der Bewerbung auf den Traumjob sollte man nichts dem Zufall überlassen.

KI-basierte Formulierungen individuell anpassen

Häufig finden sich in KI-generierten Anschreiben Standardfloskeln oder Übertreibungen. Es ist ratsam, diese Passagen an die eigene Persönlichkeit und individuelle Stärken anzupassen. Manche Formulierungen sind sehr allgemein oder entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard. Beispielsweise der Eingangssatz: „Hiermit bewerbe ich mich auf“. Personaler wünschen sich einen Einstieg, der gleich ihr Interesse weckt. Mit KI-Werkzeugen kann man viel experimentieren und selbstverfasste oder auch KI-generierte und anschließend persönlich angepasste Anschreiben noch einmal prüfen und verbessern lassen.

KI-Tools strukturieren Lebensläufe

Lebensläufe optimiert eine KI ebenfalls in Sekundenschnelle. Sie bündelt Erfahrungen und stellt die Stärken heraus. Auch hier gilt: Je genauer die Aufgabenstellung formuliert ist, desto besser das Ergebnis. Das sollte KI-Einsteiger jedoch nicht abschrecken, denn mit Try-and-Error bekommt man bereits sehr gute Ergebnisse.

Wichtig bei aller Euphorie um KI-Tools für Bewerbungen: Häufig ist für Personalexperten erkennbar, dass Anschreiben und Lebenslauf KI-generiert sind. Daher sollte man ChatGPT und Co. vor allem als gute Ergänzung sehen, die eine Grundlage und Verbesserungsvorschläge liefern kann. Die Überprüfung und Anpassung auf die eigene Person sollte man allerdings immer selbst übernehmen.

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