Kundenbindung bezeichnet die Gewinnung von Stammkunden aus der Laufkundschaft. Dabei werden drei Felder unterschieden: Kundenbindung im Handel und Dienstleistung, im industriellen Umfeld und durch Erlebnismanagement. Kundenbindung im Handel und Dienstleistung wird durch Anreize zur wiederholten Aufnahme von Geschäftsbeziehungen geschaffen, zum Beispiel Belohnungen nach (Prämien, Geschenke), vor (Rabatte) oder während (bevorzugte Behandlung) eines Kaufaktes. Im industriellen Umfeld ist die Kundenbindung durch eine Zulieferer-Abnehmer-Konstellation geprägt: Sie ist eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Abnehmer einen Folgeauftrag beim Zulieferer ausführt. Abnehmer bzw. Kunden werden dabei in verschiedenen Kategorien eingeordnet: A-Kunde (höchster Umsatz- bzw. Gewinnanteil, bekommt Kooperationsangebote oder Bonusprogramme), B-Kunde (hoher Anteil am Tagesgeschäft, bekommen Rabattangebote, häufigere Beratung oder sonst kostenpflichtige Serviceangebote), und C-Kunde (Laufkundschaft, bekommt befriedigenden Service). Erlebnismanagement geht jedoch über Kundenbindungsprogramme hinaus. Hier soll eine positive Kundenerfahrung geschaffen werden, damit eine emotionale Bindung zwischen Anwender und Produkt bzw. Anbieter aufgebaut wird. Dadurch sollen zufriedene Kunden zu loyalen Kunden, diese anschließend zu begeisterten Botschaftern der Marke bzw. des Produkts gemacht werden.